Zum Inhalt springen
Energiespartrend
Bereiche

Begriffe von A bis Z

Lexikon: Energiebegriffe von der Wärmepumpe bis zum Balkonkraftwerk

70 Begriffe aus Strom, Heizung und Solar in kurzen Einträgen, jeweils mit Verweis auf passende Ratgeber.

Stromzähler im Hausanschlussraum
Foto: Jimmy Liao / Pexels

Wer sich mit Energiesparen beschäftigt, stolpert schnell über Fachwörter: Jahresarbeitszahl, Vorlauftemperatur, Wirkungsgrad, Einspeisevergütung. Das Lexikon erklärt sie in zwei bis drei Sätzen und zeigt, wo sie im Alltag eine Rolle spielen, etwa beim Vergleich von Wärmepumpen oder bei der Anmeldung eines Balkonkraftwerks.

Die Einträge sind untereinander verlinkt. Wer bei einem Begriff nicht weiterkommt, springt über die Verweise zu verwandten Begriffen und von dort in die ausführlichen Ratgeber.

A

  • ArbeitspreisPreis je verbrauchter Kilowattstunde Strom oder Gas. Der variable Teil der Rechnung, der mit dem Verbrauch steigt oder sinkt.
  • AbschlagszahlungMonatliche Vorauszahlung auf den erwarteten Jahresverbrauch. Wird nach der Jahresabrechnung verrechnet, mit Nach- oder Gutschrift.

B

  • BalkonkraftwerkKleine Solaranlage mit Steckersolargeräten für Balkon oder Terrasse. Für Haushalte mit Wechselrichter bis 800 VA und Modulen bis 2000 Wp.
  • BedarfsausweisEnergieausweis, der den rechnerisch ermittelten Energiebedarf eines Gebäudes aus Bauteilen und Anlagentechnik ausweist.
  • BatteriespeicherAkku, der überschüssigen Solarstrom zwischenspeichert, damit er später im Haushalt genutzt werden kann.
  • BrennwerttechnikHeiztechnik, die auch die Wärme aus dem Abgas zurückgewinnt. Arbeitet besonders effizient bei niedriger Rücklauftemperatur.

D

  • Dynamischer StromtarifStromtarif, bei dem sich der Preis je nach Angebot an der Strombörse im Stunden- oder Viertelstundentakt ändert.
  • DämmungSchicht aus Dämmmaterial an Wänden, Dach oder Boden, die Wärmeverluste verringert. Eine der wirksamsten Maßnahmen gegen hohe Heizkosten.

E

  • EnergieausweisDokument, das den energetischen Zustand eines Gebäudes beschreibt und bei Verkauf oder Vermietung vorzulegen ist.
  • EndenergieEnergie, die beim Verbraucher ankommt, etwa Strom am Stromzähler oder Gas am Gaszähler. Grundlage der Verbrauchsrechnung.
  • EigenverbrauchAnteil des selbst erzeugten Stroms, der im Haushalt direkt verbraucht wird. Je höher der Anteil, desto weniger Strom wird zugekauft.
  • EinspeisevergütungVergütung für Solarstrom, der ins öffentliche Netz eingespeist wird. Die Höhe ist gesetzlich geregelt und hängt von der Anlage ab.
  • EnergieeffizienzklasseEinstufung eines Geräts mit Buchstaben, etwa auf dem EU-Energielabel. Erleichtert den Vergleich des Energieverbrauchs von Haushaltsgeräten.
  • Erneuerbare EnergienEnergiequellen, die sich natürlich erneuern, etwa Sonne, Wind, Wasser, Erdwärme und Biomasse. Grundlage der Energiewende.

F

  • FußbodenheizungHeizsystem mit Rohren im Estrich, das großflächig bei niedriger Temperatur heizt. Gut geeignet für Wärmepumpen.

G

  • GrundversorgungStromlieferung durch den örtlichen Grundversorger, wenn kein eigener Vertrag besteht. Oft teurer als vergleichbare Wechseltarife.
  • GrundlastDer Stromverbrauch, der rund um die Uhr anfällt, etwa durch Kühlschrank, Router und Standby-Geräte. Ein Ansatzpunkt für Einsparungen.
  • GrundpreisFester Betrag auf der Stromrechnung, der unabhängig vom Verbrauch anfällt. Deckt Kosten für Anschluss und Zähler.
  • GlobalstrahlungGesamte Sonneneinstrahlung auf eine Fläche, direkt und diffus zusammen. Kennwert für die Berechnung des Solarertrags.

H

  • Hydraulischer AbgleichEinstellung der Heizungsanlage, damit jeder Heizkörper die berechnete Wärmemenge erhält. Senkt Verbrauch und verbessert den Komfort.
  • HeizkurveKennlinie, die steuert, mit welcher Vorlauftemperatur die Heizung abhängig von der Außentemperatur arbeitet.
  • HeizkörperWärmeabgebende Fläche im Raum, die vom Heizwasser durchströmt wird. Größe und Oberfläche bestimmen, wie niedrig die Vorlauftemperatur sein darf.
  • HeizkostenverteilerGerät am Heizkörper, das den Anteil eines Mieters an den Heizkosten eines Mehrfamilienhauses erfasst.
  • HeizgradtageKennzahl, die die Kälte eines Ortes über das Heizjahr misst. Dient dazu, Heizenergieverbrauch über Monate und Standorte zu vergleichen.
  • HeizlastWärmemenge, die ein Gebäude bei der kältesten erwarteten Außentemperatur pro Stunde benötigt. Grundlage für die Auslegung der Heizung.
  • HeizungsumwälzpumpePumpe, die das Heizwasser durch den Heizkreis bewegt. Eine moderne, geregelte Pumpe spart spürbar Strom.

I

  • Intelligentes MesssystemMesseinrichtung aus Smart Meter und Kommunikationseinheit, die Verbrauch und Einspeisung sicher erfasst und überträgt.

J

  • JahresarbeitszahlVerhältnis aus gelieferter Heizwärme und eingesetztem Strom über ein Jahr. Zeigt, wie effizient eine Wärmepumpe im Alltag arbeitet.
  • JahresverbrauchGesamte Energiemenge, die ein Haushalt in einem Jahr verbraucht, meist in Kilowattstunden für Strom, Gas oder Wärme.

K

  • KilowattstundeEinheit der Energie, die ein Gerät mit einem Kilowatt Leistung in einer Stunde umsetzt. Grundlage jeder Stromrechnung.
  • KilowattpeakMaßeinheit für die Leistung einer Photovoltaik-Anlage unter standardisierten Testbedingungen. Wird als kWp angegeben.
  • KfW-FörderungFörderprogramme der staatlichen KfW-Bank für Heizungstausch und Gebäudesanierung. Konditionen ändern sich, daher vor dem Antrag prüfen.
  • KündigungsfristZeitraum, der zwischen Kündigung und Vertragsende liegt. Bei Stromverträgen entscheidet sie, wann ein Wechsel möglich ist.

L

  • Luft-Wasser-WärmepumpeWärmepumpe, die Wärme aus der Außenluft gewinnt. Die am häufigsten eingebaute Bauart, einfach zu installieren.
  • LastprofilZeitlicher Verlauf des Stromverbrauchs über einen Tag, Monat oder Jahr. Zeigt, wann ein Haushalt besonders viel Strom nutzt.
  • LuftdichtheitGrad, in dem die Gebäudehülle unkontrollierte Luftströme verhindert. Undichte Stellen verursachen Wärmeverluste und Zugluft.

M

  • MarktstammdatenregisterOnline-Register der Bundesnetzagentur, in dem Stromerzeugungsanlagen gemeldet werden. Bei Balkonkraftwerken ersetzt es die Netzbetreiber-Anmeldung.
  • ModulleistungNennleistung eines einzelnen Solarmoduls in Wattpeak. Bestimmt zusammen mit der Anzahl der Module die Gesamtleistung einer Anlage.

N

  • NetzentgeltTeil des Strompreises, der die Nutzung der Stromnetze bezahlt. Wird über den Netzbetreiber an den Versorger weitergereicht.
  • NachtabsenkungZeitweises Herunterregeln der Raumtemperatur in Schlafens- oder Abwesenheitszeiten. Spart Heizenergie, ohne den Komfort tagsüber zu beeinträchtigen.
  • NetzbetreiberUnternehmen, das das Stromnetz einer Region betreibt. Verantwortlich für Anschluss, Netzentgelte und Einspeisung.

O

  • ÖkostromStromtarif, bei dem der gelieferte Strom aus erneuerbaren Quellen stammt. Die Qualität hängt davon ab, wie der Nachweis erfolgt.

P

  • PrimärenergiefaktorFaktor, der angibt, wie viel Primärenergie für eine Einheit Endenergie eines Energieträgers aufgewendet werden muss.
  • PrimärenergieEnergie, wie sie in der Natur vorkommt, etwa Kohle, Erdgas oder Sonnenlicht, bevor sie umgewandelt und verteilt wird.
  • PhotovoltaikUmwandlung von Sonnenlicht in elektrischen Strom mithilfe von Solarzellen. Grundlage für Dachanlagen und Balkonkraftwerke.
  • PreisgarantieZusage des Versorgers, die Preise für einen festgelegten Zeitraum nicht zu erhöhen. Wichtig beim Tarifvergleich.

R

  • RücklauftemperaturTemperatur des Heizwassers, nachdem es die Heizflächen durchströmt hat. Eine niedrige Rücklauftemperatur zeigt gute Wärmeabgabe an.

S

  • SteckersolargerätAnderer Name für Balkonkraftwerke: Solarmodule mit Wechselrichter, die ohne feste Installation an eine Haushaltssteckdose angeschlossen werden.
  • Sole-Wasser-WärmepumpeWärmepumpe, die Erdwärme über Sonden oder Kollektoren mit Sole als Wärmeträger nutzt. Konstante Quelltemperatur, aufwendigere Erschließung.
  • Smart MeterDigitaler Stromzähler, der den Verbrauch in kurzen Abständen erfasst und über ein Netz an den Versorger übermittelt.
  • SolarertragJährlich erzeugte Strommenge einer Photovoltaik-Anlage, angegeben in Kilowattstunden. Hängt von Standort, Ausrichtung und Verschattung ab.
  • SonnenstundenStunden im Jahr, in denen die Sonne scheint. Für 2025 lag Deutschland bei 1.914 Stunden, mit deutlichen Unterschieden zwischen den Ländern.
  • Standby-VerbrauchStrom, den Geräte im Bereitschaftsmodus ziehen, obwohl sie nicht aktiv genutzt werden. Läuft über das Jahr oft unbemerkt auf.
  • StrommessgerätSteckergerät, das zwischen Steckdose und Verbraucher geschaltet wird und dessen Stromaufnahme misst. Hilft, große Stromfresser zu finden.
  • StoßlüftenKurzes, kräftiges Lüften mit weit geöffnetem Fenster. Tauscht die Raumluft aus, ohne die Wände stark auskühlen zu lassen.
  • StromkennzeichnungPflichtangabe auf der Stromrechnung, die Herkunft und Umweltwirkung des gelieferten Stroms ausweist.
  • SonderkundenvertragIndividueller Stromliefervertrag mit eigener Laufzeit und Preisen, der die Grundversorgung ablöst. Oft günstiger als der Grundtarif.

T

  • ThermostatventilVentil am Heizkörper, das die Wärmezufuhr selbsttätig regelt, je nach eingestellter Raumtemperatur.

U

  • U-WertMaß für den Wärmedurchgang durch ein Bauteil. Je kleiner der Wert, desto besser dämmt die Wand, das Dach oder das Fenster.

V

  • VorlauftemperaturTemperatur des Heizwassers, das vom Heizgerät zu den Heizkörpern oder der Fußbodenheizung fließt. Niedriger ist meist effizienter.
  • VerbrauchsausweisEnergieausweis auf Basis der gemessenen Heizkosten und des Verbrauchs der letzten Jahre. Schnell erstellt, aber stark nutzungsabhängig.

W

  • WechselrichterGerät, das den Gleichstrom aus Solarmodulen in Wechselstrom für das Hausnetz umwandelt. Bestimmt maßgeblich die Einspeiseleistung.
  • WärmepumpeHeizgerät, das Umweltwärme aus Luft, Wasser oder Erde mit Strom auf Heizniveau bringt. Effizient, wenn Vorlauftemperatur und Dämmung passen.
  • WitterungsbereinigungRechnerische Anpassung eines Heizverbrauchs an das Wetter, damit Jahre mit kaltem und mildem Winter vergleichbar werden.
  • WechselrichterleistungMaximale Leistung, die ein Wechselrichter ins Hausnetz oder Netz abgeben kann, angegeben in VA oder Watt.
  • WärmebrückeStelle in der Gebäudehülle, an der Wärme schneller nach außen entweicht, etwa an Balkonplatten oder Fensterlaibungen.
  • WarmwasserbereitungErwärmung des Trinkwassers für Dusche, Bad und Küche, entweder dezentral im Gerät oder zentral im Speicher.
  • WarmwasserspeicherBehälter, der Trinkwasser vorhält und auf Temperatur hält. Speicherverluste sind ein Faktor beim Energieverbrauch.

Z

  • ZählerstandAbgelesener Wert eines Stromzählers, Gaszählers oder Wasserzählers zu einem bestimmten Zeitpunkt. Basis jeder Verbrauchsabrechnung.
  • ZirkulationspumpePumpe, die warmes Wasser ständig durch die Leitungen zirkulieren lässt, damit es am Zapfhahn schnell ankommt.